Astrid Petermeier

Neues aus dem Rührgebiet

MAGDALENAS MAGISCHER MOMENT – mein neues Buch

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Seit dem 3.3.2020 ist es erhältlich und ihr könnt es bestellen:

  • via email bei mir: anunsereine@astrid-petermeier.de

– beim Verlag Tredition oder im Buchhandel.

Es kostet 16,00 € (gebunden oder als E-book) plus  2 € Porto (bei mir, dafür gibt’s auf Wunsch auch eine Signatur). Dafür werden 4 Farbabbildungen und jede Menge Vergleichsbilder in Schwarzweiß geboten.

Was denn nun drinsteht? Bitteschön, hier eine kleine Inhaltsangabe und eine Warnung: ein astreiner historischer Roman ist das nicht!

Rom, 1622

Die Malerin Artemisia Gentileschi hat sich in den Kopf gesetzt, ein Bildnis der Heiligen Magdalena zu malen. Was verbindet sie mit dieser Bibelfigur, die im Zeitalter der Gegenreformation sowohl als Schutzheilige der Prostituierten als auch und vor allem als die große Reuige, die Büßerin betrachtet wird?

Einige Jahre zuvor erhielt sie von der Florenzer Medici-Großherzogin Maddalena d’Austria den Auftrag für eine Magdalena. Seitdem beschäftigt sie die Frage, wofür Magdalena eigentlich büßt und warum ihre Auftraggeberin sie ihr als eine besondere, eine wissende Frau beschrieb.

Als einziges Mädchen unter Brüdern im Künstlerhaushalt ihres Vaters aufgewachsen, ist Bildung nicht das, was ihr selbstverständlich zur Verfügung steht. Sie muss auf ihre Weise herausfinden, was die Begriffe aktives und kontemplatives Leben zu bedeuten haben, was es mit dem besonderen Wissen der Magdalena auf sich hat.

Aber sie hat eine Idee: vielleicht könnte sie ihrer Magdalena den magischen Moment geben, den sie selbst als junge Frau erlebte. Es war der Moment, in dem sie sich für die Malerei entschied. Was gleichbedeutend war mit ihrer Entscheidung, das Eheangebot ihres Vergewaltigers auszuschlagen, also den Gerichtsprozess gegen ihn weiter durchzustehen – einen Prozess, in dem sie als Hure verleumdet, als Zeugin mit Daumenschrauben gefoltert und in dessen Verlauf sie an einen Tunichtgut nach Florenz verheiratet wird.

Artemisia lernt in Florenz Galileo Galilei kennen, der ein Stundenhoroskop auf ihren magischen Moment anfertigt und deutet. Selbst er muss feststellen, dass magische Momente nicht unbedingt von Leichtigkeit geprägt sind. Während sie bemerkt, dass ihre – für eine Frau des 17. Jahrhunderts höchst ungewöhnliche – Entscheidung von einem spannenden Muster geprägt war.

Sie begibt sich auf die Reise zu ihrem Bild: – in die römische Casa Pia, einem Konvent für gefallene Mädchen. -zu einer einsiedelnden Nonne in die Albaner Berge, von der sie lernt, was Kontemplation ist. – zum „Nacht“-Fresko des Malerkollegen Il Guercino, der sie in die humanistische Theorie der Melancholie einführt. Auf diese Weise sammelt sie die Botschaften, die sie in ihr Bild „Magdalena als Melancholie“ einfügt und es gelingt ihr, ein vielschichtiges, protofeministisches Gemälde zu schaffen. Denn das Wissen und die Berufung einer Frau darzustellen, ist im 17. Jahrhundert keine Kleinigkeit.

„So, du möchtest von mir also das Bild erklärt haben. Eines vorweg: dieses Bild ist ein vielschichtiger Farbauftrag mit einem Motiv. Grins nicht. So einfach ist es. Spannend, anregend, fragend, aufregend wird es durch das, was ausgedrückt wird, was bei der Betrachterin in Resonanz geht und was dahinterliegt. Und dafür tauchen wir jetzt tief ein in Artemisia Gentileschis Gedankengänge im Jahr 1622 in Rom.“

sagt die Kunsthistorikerin zu ihrer Freundin Ella, die in dem Barockschinken zunächst nur die katholische Heulsuse sieht. Gemeinsam erzählen sie bei ihren winterlichen Kochrunden die Geschichte um die Entstehung des Bildes. Um die Moralvorstellungen der Zeit deutlich zu machen, erfinden sie das Facebook des 17. Jahrhunderts, in dem die RömerInnen den Vergewaltigungsprozess kommentieren. Als sie bemerken, dass Artemisia und Galileo sich wirklich kannten, ist Ella als Astrologin gefragt. Und eine gute Runde Protest gegen das Feministinnen-Bashing in der kunsthistorischen Forschung des 21. Jahrhunderts gönnen sie sich ebenso wie sehr persönliche Fragen nach den eigenen magischen Momenten des Lebens.

Ein wenig darüber, wie dieses Buch entstanden ist, erfahrt im Beitrag: „Making of…“

Eine Leseprobe könnt ihr herunterladen.

2 thoughts on “MAGDALENAS MAGISCHER MOMENT – mein neues Buch

  1. Mehr Informationen? Oder mehr solcher Bücher? Was für ein mehr (Meer?) darf’s denn sein?

  2. Vielen Dank für Ihre Informationen. Ich will mehr.

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