Astrid Petermeier

Neues aus dem Rührgebiet


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MIR DOCH EGAL

Nachdem das Jahr 2017 jede Menge Stress zu bieten hatte und gleichzeitig absehbar war, dass 2018 es nicht besser zu halten gedachte, ersannen Jette Dorka und ich das Jahres-Motto: Mir doch egal!

Wenn die Pegidas in Dresden „Absaufen, Absaufen“ brüllen, frage ich mich entsetzt, was die an mir-doch-egal falsch verstanden haben. Dieses und viele andere Ereignisse, die 2018 zu bieten hatte, sind mir alles andere als egal.

Fragt sich also, wie hilfreich ein lässiges mir-doch-egal im Alltag ist, wenn der Zug Verspätung hat, die Horden lärmend durch mein Hirn toben, der Kaffee nicht schmeckt und der letzte Kugelschreiber den Geist bei der wichtigen Unterschrift aufgibt. Zwei Kurzgeschichten dazu gibt es hier:

Jette Dorka: Mir doch egal

Astrid Petermeier: Im falschen Moment


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Letzte Lesung 2018

Nächsten Montag – also am 12. 11. 2018 um 19.30 Uhr

lese ich zum letzten Male in diesem Jahr aus KUNST GEGEN KOHLE.

Zur Feier des Tages (und des Eintritts von 2,50 €) gibt es nicht nur was zu hören,

sondern ebenso zu sehen: Bilder, von denen mein Schelmenroman erzählt.

Denn wenn vier Nordstadt-KünstlerInnen die große böse Merz-Bank überfallen und ausgleichsweise Kunst zurück lassen, dann sind das ja nicht irgendwelche Bilder…

Ich biete das Tatmotiv, ein bisschen Kunstgeschichte, allerhand Persiflage

und natürlich Widmungen für eure Weihnachtsgeschenke.

Vor allem aber freue ich mich auf euch im

Studio B der Stadt-und Landesbibliothek, Max-von-der-Grün-Platz 1-3 in Dortmund, gleich gegenüber dem  Hauptbahnhof.


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Lesefotos und ein Bahnerlebnis aus Hamburg

Da das alte Ruhrfestspiel-Motto „Kunst gegen Kohle“ Hamburg mit dem Ruhrgebiet verbindet (im kalten Winter 1946/47 versorgten die Recklinghäuser Kumpel die Hamburger Theater mit geklauten Kohlen. Zum Dank machten die Hamburger in Recklinghausen Theater = Geburtsstunde der Ruhrfestspiele), war es mir ein besonderes Vergnügen, in Hamburg aus meinem Roman zu lesen. Und zwar in Bergedorf, im Jazzclub white cube, einem wirklich ganz besonderen Ort, den ich allen Hamburg-Besuchern nur ans Herz legen kann. Alice Lehmann hat mir wunderbare Fotos davon geschickt, die ich hier stolz veröffentliche. Einzig die Sache mit der Rückreise gestaltete sich etwas skurril…

Die nächste Lesung gibt es dann wieder in Dortmund, sogar quasi bei mir um die Ecke = Rückzug gesichert! Am Samstag, den 13.10.2018 um 17 Uhr im Kulturcafé im Langen August, Braunschweiger Str. 22. 44145 Dortmund. Da sie in der Ausstellung „Thomas Autering: expeditionell“ stattfindet, werde ich nicht noch Buchbilder obendrauf setzen, sondern die Passagen aus dem Buch lesen, die sich mit den Bedingungen des Kunstschaffens in der Nordstadt befassen.

Eine Bilder-Lesung findet am Montag, den 12.11.2018 um 19.30 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek zu Dormund statt.

Jetzt aber Fotos aus Hamburg:

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Zeit, sich was vorlesen zu lassen

Selber lesen musstet ihr ja schon den ganzen Sommer lang, ob in kühlen Urlaubsorten oder im knallheißen Zuhause. Der Schweiß lief über die Brille, der Sand rieselte ins Buch, der Wind blätterte ständig die Seiten um und vom Regen wollen wir gar nicht erst anfangen – der fiel in diesem Sommer ja ins Wasser;)

Da kann es doch herrlich entspannend sein, wenn man sich was vorlesen lässt

  • zum Beispiel am 28.9. in Hamburg (white cube Bergedorf)
  • am 13.10. in Dortmund (Kunstcafé im Langen August)

aus meinem Ruhrgebiets-Schelmenroman KUNST GEGEN KOHLE.

 

         

Wie so oft geht es um Kohle, die nicht nur im Ruhrgebietsbergbau, sondern auch aus den Portemonnaies vierer KünstlerInnen nicht mehr gefördert wird. Weil die große böse Bank es für Krisenmanagement hält, lokale KünstlerInnen nicht mehr mit Ankäufen zu unterstützen. Was tun? Etwa eine Bank überfallen und ausgleichsweise Kunst zurück lassen? Ist das dann kriminell oder eine Bär-for-manze?

Ihr könnt hören, wie die Sätze in meinen Ohren klingen – ich finde das bei Lesungen immer besonders spannend. Ihr könnt die Bilder aus dem Buch genießen und wer das gute Stück noch nicht hat, kriegt es mit Widmung.

am 28.9. 2018 um 20.30 Uhr (Einlass 19.30) in den

White-Cube-Bergedorf e.V., Block B, First Floor, Kurt-A.-Körber-Chaussee 73, 21033 Hamburg

oder

am 13. 10. 2018 um 17 Uhr ins

Kulturcafé im Langen August, Braunschweiger Str.22, 44145 Dortmund.

Ich freue mich auf euch, Getränke gibt’s auch und obendrein jede Menge für’s Herz.


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Steine, Texte, Töne – Lesung mitten im Ausstellungs-Happening im Skulpturengarten


So., 24.6. ab 11.00 bis 18.00 Uhr

Skulpturen verteilen sich über den Garten. Musiker spielen auf. Gesang erklingt. Geschichten werden zu Wort und Stimme.


Spielort: Skulpturengarten.
Texte: Claudia Dorka.
Buch: Astrid Petermeier liest aus „Kunst gegen Kohle“.
Töne: Duo Michelangela und Freunde.
Bronzen: Vincenz Vogt
Der Eintritt ist frei. Getränke und kleine Speisen stehen bereit.

Adresse: Lindenstr.7, Plündergasse 1, 67308 Zellertal-Harxheim

Wenn das mal keine feine Adresse für einen großartigen Sonntagsausflug ist! Das Ganze findet übrigens in der Pfalz statt, wo die Leute leckeres Essen und guten Wein lieben und es sieht in diesem Skulpturengarten so aus:

 


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Grauliches Grau und kleine Lese-Nachlese

Kommen Jette Dorka und unsereine etwa aus dem Grau des Alltags, des letzten dunkelgrauen Winters, aus dem grauen Einerlei nicht wieder raus?

Wenn sich ihr Gedicht und meine Kurzgeschichte so lesen, bitten wir dringend um Kommentar!

Jette Dorka: Vielfalt? Grau!

Astrid Petermeier: Grau ist alle Theorie

Da ich nun einmal und endlich wieder was mitzuteilen habe, hier noch ein kleine Nachlese zu meiner Lesung aus KUNST GEGEN KOHLE bei Taranta Babu zum Ende des Märzens 2018.

Es war eine besondere Lesung, vor der ich auch besonders nervös war. Taranta Babu hatte mir einen Beamer angeboten – sowas darf man bei einer Kunsthistorikerin nie tun, grins. Prompt stellte ich Texte zu Bildern aus meinem Roman zusammen, nicht ganz sicher, ob das wohl funktioniert. Haben die Leute überhaupt Lust auf KunstGeschichten? Wird der Zusammenhang des Schelmenromans aus diesen Passagen deutlich? Gleich mittags war klar, dass die Wettergöttin mal wieder nicht auf meiner Seite stand: es goss wie aus Eimern und ich fürchtete, die Lesung für Hassan von Taranta Babu und vielleicht meine Schwester halten zu können. Aber nein: Acht kamen durch! Und hatten einen Riesenspaß, insbesondere an den Bildern. Denn es sind schon ein paar recht schräge Persiflagen auf berühmte Kunstwerke dabei, z.B. Wer hat Angst vor Currygelb, Schweinchenrosa und Himmelblöh? (siehe: Roman Kunst gegen Kohle – die Bilder)

„That’s real entertainment.“ sagte der Besucher, der die Punkte für die weiteste Anreise erhielt.

„Ich hätte noch viel länger zuhören können. Es ist eine ganz andere Art, über Kunst zu sprechen.“ sagte der Techniker, der zuvor höchst skeptisch gegenüber einer Beamer-Lesung war.

Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat und wiederhole es gern – wenn jemand Orte für weitere Lesungen empfehlen möchte??? Die nächste Lesung in Dortmund ist für den 12. November in der Stadt-und-Landesbibliothek geplant, weitere Termine gibt’s hier.

 


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28. 3. 2018: Lesung aus KUNST GEGEN KOHLE bei Taranta Babu

Um sie abzulenken, drückte ich ihr meinen Briefbeschwerer, selbstredend ein Kunstwerk, in die Hand. Der Kuss, ein handlicher Bronzeguss von Frank Radmacher. Freudsche Fehlleistung? Sie spielte beglückt damit, versenkte die beiden Teile ineinander, amüsierte sich so sehr über die Quadratur der Kugel, dass mir ganz schwindelig wurde und ich den Newman-Katalog erst recht nicht fand. Meine Wünsche als Mann taten hier nichts zur Sache. Ich war gerufen, Magdalenas Guter Geist zu sein. (…)

Ich sah, wie es in ihr arbeitete. Immer wieder nahm sie meinen zweiteiligen Kuss auseinander und setzte ihn mit nervösem Klacken zusammen, was jedoch nicht jedes Mal gelang. Am liebsten hätte ich ihn ihr mitgegeben, als Erinnerung daran, das etwas, das von außen wie ein Tennisball wirkt, in seinem Inneren Ecken und Kanten haben kann, die kein Spiel mehr sind.

„Das ist das Schlachtfeld des Lebens und der Liebe.“ erläuterte ich meinen künstlerischen Briefbeschwerer. „Mal fällt es leicht, die Teile zusammenzusetzen, mal stellt man sich einfach zu blöd an.“

KUNST GEGEN KOHLE ist ein Buch mit Bildern. Davon möchte ich bei der Lesung ein paar vorstellen – nicht nur mit Worten. Weiterlesen →


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gefunden: die Ohren

Um einen Kommentar auf dieser Seite bitten, scheint etwas Bösartiges zu sein. Es kamen nämlich mehr Mails als Antwort und nun sitze ich hier und frage mich, wer von den großen Ohren die ersten Drei sind, die ein Buch gewonnen haben.

Sybille und Monika mit ihren Kommentaren, die ich hier jetzt auch noch mal reinsetze, da – wer keine schreibt, vermutlich auch keine liest:
– Da tickt ein Wecker im Hintergrund, von Art und Lautstärke her dürfte das so ein alter sein, wo beim Bimmeln der Schlägel zwischen zwei Glocken hin und her donnert. Wir haben den zu Studentenzeiten immer aufgezogen und genutzt, um nach durchzechter Nacht inkl. philosophischer Aha`s trotzdem nach 3h Schlaf wach zu werden, um in eine Vorlesung zu wanken – das Ding ist so laut, das kannst Du nicht überhören! Lieg ich richtig??? Sicher bin ich mir nicht…herzlich, Sybille, 4.3./19.42h
– Ein Zeitmesser Tick Tack 😀…. kommentierte Monika am 6.3. um 10.34 Weiterlesen →


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gesucht wird: DAS OHR

Wer besser hören kann als ich, wird mit einem Buch belohnt. Denn bei der im Dezember 2017 über MephisDO-Bürgerfunk ausgestrahlten Radio-Sendung zu KUNST GEGEN KOHLE gab es ein nicht gewolltes Hintergrundsgeräusch. In meine Gehörgänge will es bis heute kaum vordringen, doch meine Lektorin Claudia, die ich nun Das Ohr nenne, hat vor Lachen am Boden gelegen. Hier ein 2.30-Einspieler aus der Sendung:

 

Die ersten Drei, die das Hintergrundgeräusch erkennen und mir einen Kommentar gönnen, in dem sie es benennen, erhalten von mir ein ihrem feinen Gehör gewidmetes Exemplar von „Kunst gegen Kohle“.

Die Beschreibung des Geräuschs bitte als Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen. Damit können alle mit verfolgen, wer die ersten Drei waren.*  (Keine Angst, eure Identität und e-mail-Adresse werden dort nicht erscheinen, wenn ihr sie nicht in den Text setzt. Diese Angaben dienen nur dazu, mich vor Müll und Schwachsinn zu schützen.)

Ich überreiche die Gewinne gern bei meiner Lesung am 28. 3. 2018 um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Taranta Babu, Humboldt-Ecke-Amalienstr., 44137 Dortmund (Verhinderten schicke ich das Buch auch zu).

Wozu ich natürlich auch alle herzlich einlade, die so gut wie ich schlecht hören können. Keine Sorge, ich habe eine laute Stimme und vor allem viel Spaß am Vorlesen. Wann sonst erhalte ich schon mal eine sehr direkte Reaktion auf das, was mir in jahrelanger Kleinarbeit aus dem Füller geflossen ist?

Hinweise auf weitere und Rückblicke auf vergangene Lesungen findet ihr hier:

http://www.astrid-petermeier.de/roman-kunst-gegen-kohle/lesungen/

  • nicht teilnehmen dürfen die Dorkas, Ralf K. aus H. und der Bürgerfunkteckniker, weil die schon Bescheid wissen.


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PASSING – im Vorbeigehen wahrnehmen?

Ich mag es, wenn Kunst sich um Wahrnehmung dreht. Weil ich in einer Welt lebe, in der ich permanent mit Bildern zugeschüttet werde. Ich möchte mir bewusst darüber werden, wie ich die Bilderflut wahrnehme, was sich als wahr in mir festsetzt, was mich warum ins Denken bringt, wie ich überhaupt hinschaue.
PASSING lautet der Titel einer kleinen, aber sehr feinen Ausstellung des Künstlerpaares Simone Prothmann und Siegfried Krüger in der Städtischen Galerie Sohle 1 in Bergkamen (-Oberaden, Jahnstr. 31/Museumsplatz). Als ich von der Künstlerführung am Samstag, den 10.2. um 17 Uhr erfahre, kommt mir der Termin äußerst ungewöhnlich vor. Doch trotz BVB-Spiel finden sich etwa 50 Leute ein, ich bin echt beeindruckt. Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 18. 2. 18 – ich wünsche euch, dass ihr Zeit findet, denn ich habe mich schon lange nicht mehr so bereichert gefühlt. Weiterlesen →