Astrid Petermeier

Neues aus dem Rührgebiet


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FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT – DIE KRACHER UNTER DEN NEUJAHRSWÜNSCHEN

Als Nordstadtbewohnerin bin ich heute, gegen Ende der ersten Januarwoche, selig, dass die Knallerei ein Ende hat. Für meine Ohren, mein Herz und für meine Atmung war das Maß des Erträglichen so sehr überschritten, dass ich mir die Durchsetzung einer Ordnung wünschte, die die bomben-detonations-ähnlichen „Polenkracher“ von der Straße treibt. Zugegeben, ich wünschte den Jungs mit den Monsterböllern sogar eine Woche „Urlaub“ in Aleppo – auf dass sie die Begriffe Frieden und Gerechtigkeit dort hautnah erfahren können.
Prompt stellt sich die Frage, ob mein keineswegs frommer Wunsch etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat. Ist es ausgleichende Gerechtigkeit, wenn ich denen, die mich in Schrecken versetzen, die Angst des Krieges wünsche? Weil sie mich auslachen oder mit Böllern bewerfen, wenn ich ihnen Topfdeckelschlagen zum Vertreiben der Geister des alten Jahres vorschlage? Was ich mir wünsche, ist Verstehen – unbedingte Voraussetzung für Gerechtigkeit.
Ein guter Grund, sich mit den Vorstellungen von Frieden und Gerechtigkeit zu befassen, die die Menschen seit der Antike umtreiben. Bei unserer „Reise von der Gotik zu den Sternen – Tarot, Kunst und Astrologie in der Toskana“ im April dieses Jahres werden wir verschiedenen Bild-Konzeptionen dieser Begriffe begegnen. Genau die möchte ich jetzt auch denen vorstellen, die nicht mit uns reisen können (freie Plätze gibt’s aber noch!). Weiterlesen →


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Eine Reise zu den Sternen der Nordstadt: SATURN & BVB

Lange habe ich überlegt, wen oder welchen Ort ich zu meinem Nordstadt-Saturn erklären könnte.

Wer gibt diesem Teil der Stadt Struktur und Form? Wer kann hier richtig mauern? Wer frisst wie der mythologische Saturn seine Kinder?

(Klaro, da käme durchaus das Arbeitsamt in Frage, heutzutage Jobcenter = schlecht bezahlte Jobs fressen gute Arbeitsstellen auf.)

Als aber der BVB ein Spiel nach dem anderen verlor, kam der Astrologin Astrid die Idee, mal nachzusehen, was der Kollege Saturn gerade mit dem Verein veranstaltet, an dem man besonders in der Nordstadt stabil festhält, wenn alles andere den Bach abgeht.

Und siehe da: Schwarz, die Farbe Saturns, hockt mitten auf Gelb, der Farbe (nicht nur) der BVB-Sonne. Da kriegt einer gewaltig die Flügel gestutzt!

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KUNST GEGEN KOHLE – krimineller Schelmenroman aus dem Ruhrgebiet

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KUNST GEGEN KOHLE
das war ein fairer Deal, als die Hamburger Theater 1947 im Austausch gegen Kohle die Recklinghäuser Ruhrfestspiele begründeten.
Wovon aber sollen die Künstler im Jahre 2013 ihre Currywurst bezahlen, wenn die Banken nach der Finanzkrise ihre Ankaufspolitik verändern? Mit einem tollkühnen Plan lassen vier Künstler/innen und ein Hausteipel das alte Motto der Ruhrfestspiele wieder aufleben. Sie ziehen mit Kunst GEGEN Kohle zu Felde. Die Frage, ob es sich um einen Bankraub handelt, wenn sie nicht mehr Geld mitnehmen, als sie brauchen, aber Kunstwerke da lassen, beantworten sie mit schelmischer Leichtigkeit: wir sind Künstler, keine Kriminellen. Weiterlesen →


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Eine Reise zu den Sternen der Nordstadt: Mit MERKUR zu einem Kunstwerk des glücklichen Zufalls

HERMES PSYCHOPOMPOS wird er genannt, der Götterbote, der die Seelen in die Unterwelt geleitet. Sein römischer Kollege Merkur, Astrologen als Herrscher der Sternzeichen Zwillinge und Jungfrau bekannt, war sofort bereit, mit mir in den Untergrund zu gehen.
Wir besuchen die U-Bahnhaltestelle Münsterstraße.
Dort feiert in diesem Jahr ein Kunstwerk seinen 20. Geburtstag, das Monika Ihl 1997/98 gemeinsam mit vielen Kindern und Jugendlichen aus der Nordstadt schuf. Es ist fast in Vergessenheit geraten: als ich bei den Stadtwerken um Informationen zur ungewöhnlichen Gestaltung dieser Haltestelle bitte, ist man ratlos.

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TAROT, KUNST + ASTROLOGIE IN DER TOSKANA

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Lange haben wir sie angekündigt und nun machen wir sie wahr: eine Reise (nicht nur) zum Tarotgarten der Künstlerin Niki de Saint Phalle in der Toskana.

Im April 2018, wenn der toskanische Frühling sich in voller Pracht zeigt,  geht es für sechs Tage per Flugzeug von Düsseldorf nach Rom und von dort mit dem Bus zu unserem Hotel direkt am Meer in Castiglione della Pescaia. Monika Heer, die die Astrologieschule astrologos in Bochum leitet, wird die Tarotkarten mit ihren Bezügen zur Astrologie in Kurzworkshops vorstellen. Da ich, Astrid Petermeier, Kunsthistorikerin bin, kann ich mir endlich den Traum erfüllen, durch die italienische Kunstgeschichte zu begleiten und zu zeitgenössischen Kunstwerken zu führen. Weiterlesen →


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HALDENLIEBE mit Pluto

Am Sonntag, den 14. Mai 2017 endet Monika Meers Ausstellung „Haldenliebe“ und aus diesem Anlass hält die Astrologin Monika Heer einen Vortrag über „Pluto und das Ruhrgebiet.“

Die Bilder, die am Sonntag letztmalig zu sehen sind, erzählen von den weiten Blicken über das Ruhrgebiet oben von unseren Halden, von spektakulären Sonnenuntergängen, von sog. Industriekultur. Mit der Eröffnungsrede für diese Ausstellung (damals, im November 2016) eröffne ich meine neue Rubrik Kunst ist Kunst (und alles andere ist alles andere) die demnächst erweitert wird.
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Eine Reise zu den Sternen der Nordstadt: Neptun – der umsonstladen

Nun gibt es ihn schon drei Jahre lang, den umsonstladen in Dortmund. Ein Projekt, das sich nur Neptun ausgedacht haben kann: voller Menschenliebe, freundlich und bereit, vieles zu geben. Deshalb sollen die Leute vom umsonstladen jetzt mal was bekommen: eine Astro-Story, also eine Kurzgeschichte, die sich um das Eröffnungshoroskop des umsonstladens dreht und auf ihre Weise erzählt, worum es dort geht. Und los geht’s, was soll die lange Vorrede? Weiterlesen →


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NIKI DE SAINT PHALLE – Terroristin der Kunst

Lobende Rezensionen braucht die Ausstellung ICH BIN EINE KÄMPFERIN in Dortmund nicht mehr. Da ich nix zu meckern habe, gebe ich Reflektionen über die Entwicklung meiner Wahrnehmung der Kunst von Niki de Saint Phalle zum Besten, die hoffentlich zum Ausstellungsbesuch verführen.

Wir waren Studentinnen und junge Feministinnen, als mir Niki de Saint Phalle 1977 zum ersten Mal begegnete. Wir suchten nach den Frauen in der Kunstgeschichte und waren selig, wenn wir auf einen anderen Namen als Käthe Kollwitz oder Paula Modersohn-Becker stießen. Da Künstlerinnen zu dieser Zeit weitestgehend ignoriert wurden, bedeutete die Suche Ende der 70er echte Wühlarbeit quer durch die Zeitschriften und Überblickswerke. Das Finden ergab dann einen Artikel, eine Erwähnung, eine Abbildung, aber gewiss keinen Überblick über längere Schaffensperioden einer Künstlerin. Entsprechend groß die Freude, als eine aus unserer Frau-und-Kunst-Gruppe Niki de Saint Phalle fand – und zwar die Nanas, die sie seit 1965 schuf.

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Eine Reise zu den Sternen der Nordstadt: JUPITER – Im Norden geht die Sonne auf

Für die Astronomen ist er ein Gasgigant, mit 143.000 Kilometern Äquatordurchmesser und 67 bekannten Monden der größte Planet unseres Sonnensystems. Früher nannte man ihn gern „die kleine Sonne“. Für die alten Römer war er ihre Version des griechischen Göttervaters Zeus. Für die Astrologen steht der Herrscher des Zeichens Schütze für das Prinzip des Glücks, der Großzügigkeit, des Optimismus‘ und der Sinnsuche.
Und für mich? Ich nenne ihn gern Onkel Jupp und stelle ihn mir so vor: ein freundlicher dicker Kerl, der gern mal einen hebt und dann den Mund zu voll nimmt: „Was kost‘ die Welt? Schreiben Sie’s auf meinen Deckel.“
Wer, wenn nicht Onkel Jupp, würde seine Dose Hans A. heben und diesen Toast auf die Nordstadt ausbringen?:
HausAktion

Heiligegartenstraße 27, sichtbar aus Richtung Ost, also Bornstraße
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Eine Reise zu den Sternen der Nordstadt: PLUTO auf dem Nordfriedhof und bei der Roten Ruhr Armee

Falls sich jemand fragt, warum meine Reise zu den Sternen der Nordstadt vom letzten Herbst bis heute eine so stille Reise war: der Weg hinaus zu Pluto, dem äußersten Planeten unseres Sonnensystems, brauchte jede Menge Zeit. stock-vector-illustration-of-solar-system-showing-planets-around-sun-125822624

Mehr als einmal stand ich auf unserer Seite des Flusses Styx und winkte der Fähre hinterher, mit der Fährmann Charon geliebte und geschätzte Menschen in den Hades, die Unterwelt brachte, aus der es keine Rückkehr gibt.
Hades (röm. Pluto) war der Bruder des Zeus (Jupiter), dem die Unterwelt zugeteilt wurde – also sowohl das Reich der Toten, als auch das des tiefen Unbewussten und des Unterirdischen, was z.B. der Zeche Pluto in Wanne-Eickel ihren Namen gab.
Ach, wie gern schaudert die Astrologin, wenn es um Pluto geht: Weiterlesen →