Astrid Petermeier

Neues aus dem Rührgebiet


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Zum Frieden gehören der Wille dazu und das Handeln

DAS SÜHNEKREUZ in Hambach/Neustadt a.d. Weinstraße

eine der ältesten Gedenkstätten, die von Deutschen nach dem Krieg errichtet wurden

Es ist wieder so weit: die Herbstferien und die Weinlese stehen vor der Tür und nicht nur Lehrerinnen nutzen diese Zeit, sich an der pfälzischen Weinstraße mit Leckerchen einzudecken. Oder, um mit einem Besuch des Hambacher Schlosses ihre Geschichtskenntnisse aufzubessern. Ein Teil deutscher Geschichte (das Hambacher Fest von 1832), den AfD und andere rechtsradikal Verirrte seit zwei Jahren zu vereinnahmen suchen, wogegen man sich (nicht nur) in Neustadt/W. heftig wehrt – was über die Region hinaus viel zu wenig zur Kenntnis genommen wird.

Es gibt mehr Historisches zu erkunden in Neustadt-Hambach, weshalb ich hier Claudia Dorkas Beitrag über eine Wanderung veröffentliche, der mich sehr berührt hat. Weiterlesen →


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5-Minuten-Terrine. The next Generation.

Ich erhielt diese Suppengeschichte samt Fotos von meiner Freundin Susanne per Mail und habe so gelacht, dass ich euch das große Gruseln nicht vorenthalten will:

Erstsemesterbegrüßungstüten sind Nostalgie pur. Die Verschmelzung des Wundertüten-Zaubers mit der grenzenlosen Freiheit des Erwachsenenlebens at-its-very-beginning. Neben unsinniger Werbung hatte ich schon die verrücktesten Sachen da drin. Weiterlesen →


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MIR DOCH EGAL

Nachdem das Jahr 2017 jede Menge Stress zu bieten hatte und gleichzeitig absehbar war, dass 2018 es nicht besser zu halten gedachte, ersannen Jette Dorka und ich das Jahres-Motto: Mir doch egal!

Wenn die Pegidas in Dresden „Absaufen, Absaufen“ brüllen, frage ich mich entsetzt, was die an mir-doch-egal falsch verstanden haben. Dieses und viele andere Ereignisse, die 2018 zu bieten hatte, sind mir alles andere als egal.

Fragt sich also, wie hilfreich ein lässiges mir-doch-egal im Alltag ist, wenn der Zug Verspätung hat, die Horden lärmend durch mein Hirn toben, der Kaffee nicht schmeckt und der letzte Kugelschreiber den Geist bei der wichtigen Unterschrift aufgibt. Zwei Kurzgeschichten dazu gibt es hier:

Jette Dorka: Mir doch egal

Astrid Petermeier: Im falschen Moment


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Letzte Lesung 2018

Nächsten Montag – also am 12. 11. 2018 um 19.30 Uhr

lese ich zum letzten Male in diesem Jahr aus KUNST GEGEN KOHLE.

Zur Feier des Tages (und des Eintritts von 2,50 €) gibt es nicht nur was zu hören,

sondern ebenso zu sehen: Bilder, von denen mein Schelmenroman erzählt.

Denn wenn vier Nordstadt-KünstlerInnen die große böse Merz-Bank überfallen und ausgleichsweise Kunst zurück lassen, dann sind das ja nicht irgendwelche Bilder…

Ich biete das Tatmotiv, ein bisschen Kunstgeschichte, allerhand Persiflage

und natürlich Widmungen für eure Weihnachtsgeschenke.

Vor allem aber freue ich mich auf euch im

Studio B der Stadt-und Landesbibliothek, Max-von-der-Grün-Platz 1-3 in Dortmund, gleich gegenüber dem  Hauptbahnhof.


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Lesefotos und ein Bahnerlebnis aus Hamburg

Da das alte Ruhrfestspiel-Motto „Kunst gegen Kohle“ Hamburg mit dem Ruhrgebiet verbindet (im kalten Winter 1946/47 versorgten die Recklinghäuser Kumpel die Hamburger Theater mit geklauten Kohlen. Zum Dank machten die Hamburger in Recklinghausen Theater = Geburtsstunde der Ruhrfestspiele), war es mir ein besonderes Vergnügen, in Hamburg aus meinem Roman zu lesen. Und zwar in Bergedorf, im Jazzclub white cube, einem wirklich ganz besonderen Ort, den ich allen Hamburg-Besuchern nur ans Herz legen kann. Alice Lehmann hat mir wunderbare Fotos davon geschickt, die ich hier stolz veröffentliche. Einzig die Sache mit der Rückreise gestaltete sich etwas skurril…

Die nächste Lesung gibt es dann wieder in Dortmund, sogar quasi bei mir um die Ecke = Rückzug gesichert! Am Samstag, den 13.10.2018 um 17 Uhr im Kulturcafé im Langen August, Braunschweiger Str. 22. 44145 Dortmund. Da sie in der Ausstellung „Thomas Autering: expeditionell“ stattfindet, werde ich nicht noch Buchbilder obendrauf setzen, sondern die Passagen aus dem Buch lesen, die sich mit den Bedingungen des Kunstschaffens in der Nordstadt befassen.

Eine Bilder-Lesung findet am Montag, den 12.11.2018 um 19.30 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek zu Dormund statt.

Jetzt aber Fotos aus Hamburg:

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Zeit, sich was vorlesen zu lassen

Selber lesen musstet ihr ja schon den ganzen Sommer lang, ob in kühlen Urlaubsorten oder im knallheißen Zuhause. Der Schweiß lief über die Brille, der Sand rieselte ins Buch, der Wind blätterte ständig die Seiten um und vom Regen wollen wir gar nicht erst anfangen – der fiel in diesem Sommer ja ins Wasser;)

Da kann es doch herrlich entspannend sein, wenn man sich was vorlesen lässt

  • zum Beispiel am 28.9. in Hamburg (white cube Bergedorf)
  • am 13.10. in Dortmund (Kunstcafé im Langen August)

aus meinem Ruhrgebiets-Schelmenroman KUNST GEGEN KOHLE.

 

         

Wie so oft geht es um Kohle, die nicht nur im Ruhrgebietsbergbau, sondern auch aus den Portemonnaies vierer KünstlerInnen nicht mehr gefördert wird. Weil die große böse Bank es für Krisenmanagement hält, lokale KünstlerInnen nicht mehr mit Ankäufen zu unterstützen. Was tun? Etwa eine Bank überfallen und ausgleichsweise Kunst zurück lassen? Ist das dann kriminell oder eine Bär-for-manze?

Ihr könnt hören, wie die Sätze in meinen Ohren klingen – ich finde das bei Lesungen immer besonders spannend. Ihr könnt die Bilder aus dem Buch genießen und wer das gute Stück noch nicht hat, kriegt es mit Widmung.

am 28.9. 2018 um 20.30 Uhr (Einlass 19.30) in den

White-Cube-Bergedorf e.V., Block B, First Floor, Kurt-A.-Körber-Chaussee 73, 21033 Hamburg

oder

am 13. 10. 2018 um 17 Uhr ins

Kulturcafé im Langen August, Braunschweiger Str.22, 44145 Dortmund.

Ich freue mich auf euch, Getränke gibt’s auch und obendrein jede Menge für’s Herz.


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Steine, Texte, Töne – Lesung mitten im Ausstellungs-Happening im Skulpturengarten


So., 24.6. ab 11.00 bis 18.00 Uhr

Skulpturen verteilen sich über den Garten. Musiker spielen auf. Gesang erklingt. Geschichten werden zu Wort und Stimme.


Spielort: Skulpturengarten.
Texte: Claudia Dorka.
Buch: Astrid Petermeier liest aus „Kunst gegen Kohle“.
Töne: Duo Michelangela und Freunde.
Bronzen: Vincenz Vogt
Der Eintritt ist frei. Getränke und kleine Speisen stehen bereit.

Adresse: Lindenstr.7, Plündergasse 1, 67308 Zellertal-Harxheim

Wenn das mal keine feine Adresse für einen großartigen Sonntagsausflug ist! Das Ganze findet übrigens in der Pfalz statt, wo die Leute leckeres Essen und guten Wein lieben und es sieht in diesem Skulpturengarten so aus:

 


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Grauliches Grau und kleine Lese-Nachlese

Kommen Jette Dorka und unsereine etwa aus dem Grau des Alltags, des letzten dunkelgrauen Winters, aus dem grauen Einerlei nicht wieder raus?

Wenn sich ihr Gedicht und meine Kurzgeschichte so lesen, bitten wir dringend um Kommentar!

Jette Dorka: Vielfalt? Grau!

Astrid Petermeier: Grau ist alle Theorie

Da ich nun einmal und endlich wieder was mitzuteilen habe, hier noch ein kleine Nachlese zu meiner Lesung aus KUNST GEGEN KOHLE bei Taranta Babu zum Ende des Märzens 2018.

Es war eine besondere Lesung, vor der ich auch besonders nervös war. Taranta Babu hatte mir einen Beamer angeboten – sowas darf man bei einer Kunsthistorikerin nie tun, grins. Prompt stellte ich Texte zu Bildern aus meinem Roman zusammen, nicht ganz sicher, ob das wohl funktioniert. Haben die Leute überhaupt Lust auf KunstGeschichten? Wird der Zusammenhang des Schelmenromans aus diesen Passagen deutlich? Gleich mittags war klar, dass die Wettergöttin mal wieder nicht auf meiner Seite stand: es goss wie aus Eimern und ich fürchtete, die Lesung für Hassan von Taranta Babu und vielleicht meine Schwester halten zu können. Aber nein: Acht kamen durch! Und hatten einen Riesenspaß, insbesondere an den Bildern. Denn es sind schon ein paar recht schräge Persiflagen auf berühmte Kunstwerke dabei, z.B. Wer hat Angst vor Currygelb, Schweinchenrosa und Himmelblöh? (siehe: Roman Kunst gegen Kohle – die Bilder)

„That’s real entertainment.“ sagte der Besucher, der die Punkte für die weiteste Anreise erhielt.

„Ich hätte noch viel länger zuhören können. Es ist eine ganz andere Art, über Kunst zu sprechen.“ sagte der Techniker, der zuvor höchst skeptisch gegenüber einer Beamer-Lesung war.

Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat und wiederhole es gern – wenn jemand Orte für weitere Lesungen empfehlen möchte??? Die nächste Lesung in Dortmund ist für den 12. November in der Stadt-und-Landesbibliothek geplant, weitere Termine gibt’s hier.

 


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28. 3. 2018: Lesung aus KUNST GEGEN KOHLE bei Taranta Babu

Um sie abzulenken, drückte ich ihr meinen Briefbeschwerer, selbstredend ein Kunstwerk, in die Hand. Der Kuss, ein handlicher Bronzeguss von Frank Radmacher. Freudsche Fehlleistung? Sie spielte beglückt damit, versenkte die beiden Teile ineinander, amüsierte sich so sehr über die Quadratur der Kugel, dass mir ganz schwindelig wurde und ich den Newman-Katalog erst recht nicht fand. Meine Wünsche als Mann taten hier nichts zur Sache. Ich war gerufen, Magdalenas Guter Geist zu sein. (…)

Ich sah, wie es in ihr arbeitete. Immer wieder nahm sie meinen zweiteiligen Kuss auseinander und setzte ihn mit nervösem Klacken zusammen, was jedoch nicht jedes Mal gelang. Am liebsten hätte ich ihn ihr mitgegeben, als Erinnerung daran, das etwas, das von außen wie ein Tennisball wirkt, in seinem Inneren Ecken und Kanten haben kann, die kein Spiel mehr sind.

„Das ist das Schlachtfeld des Lebens und der Liebe.“ erläuterte ich meinen künstlerischen Briefbeschwerer. „Mal fällt es leicht, die Teile zusammenzusetzen, mal stellt man sich einfach zu blöd an.“

KUNST GEGEN KOHLE ist ein Buch mit Bildern. Davon möchte ich bei der Lesung ein paar vorstellen – nicht nur mit Worten. Weiterlesen →